SWITCH OFF
und hol Dir Dein Leben zurück

SWITCH OFF - der Blog von Monika Schmiderer

Wie wir der digitalen Stressfalle entkommen und wieder frisch, kreativ und selbstbestimmt leben. Ein Blog, der Spaß macht, informiert und Lust weckt, mal was Neues zu probieren. Come on in ;)

SWITCH OFF Tipp: Sweep it like Swift!

SocialMedia_löschen_Digital_Detox_SWITCH OFF.jpg

SWITCH OFF-Tipp #2: Sweep it like Swift! 😜
Raus mit Deinem Social-Müll

oh wie herrlich es kribbelt wenn wir "geliked" werden.
Ja, Facebook & Co. halten uns magisch gefangen, weil sich nur Verliebtsein oder zu viel Prosecco so gut anfühlen wie ein "Daumen hoch".

Fakt ist: Eine Studie der Universität Chicago kam 2012 zum Schluss, dass Facebook & Co. süchtiger machen als Nikotin und Alkohol. Nur der Wunsch nach Schlaf und Sex der Probanden war größer als das Bedürfnis, sich in Social-Media-Plattformen einzuloggen.

Was tun wir also um den Oxytozin- und Dopaminschub zu bekommen, den unser virtuelles Selbst uns einbringen kann?
Wir fordern uns. Wandern weiter als wir können, nur für das perfekte Gipfel-Selfie. Wir sind auf Reisen – und erleben selbst alles durch die gefilterte Linse, nur um unsere Instagram-Stories-Follower zu beeindrucken. Wir essen teuer, nur für ein bisschen Food Porn. Und: Wir lachen, auch wenn uns zum Weinen zumute ist.


So kreieren wir ein Selbstbild, das zwar nach außen funkelt, uns selbst aber mehr und mehr unter Druck setzt.
Denn der Gipfel will überboten, der Urlaub noch exotischer und das Essen noch extravaganter sein, um die Zahl der Likes toppen zu können – und damit unsere die Gier nach Anerkennung zu stillen.
Aber still wird es nie.
Und zufrieden sind wir erst recht nicht, denn nachdem wir unser großartiges Posting geteilt, die (hoffentlich ausreichenden) Likes und Herzen kontrolliert haben, scrollen wir weiter im Social Feed – und sehen: Trotz aller Bemühungen und Retusche können wir nicht mithalten. Denn unsere Wohnung ist nicht hip genug, unsere Yoga-Pose alles andere als graziös und unser Six-Pack beim Zappen leider auch nicht in Form gekommen...


Das digitale Paralleluniversum ist nicht nur ein Ort der unendlichen Weite. Es ist vor allem ein Ort des unendlichen Vergleichens, der unendlichen Sehnsüchte und:
der unendlichen Entfremdung von uns selbst.


Unser virtuelles Alter-Ego, das wir in den sozialen Medien für uns sprechen lassen, ist ein Schein, ein überhöhtes Hologram, das mit anderen Hologrammen konkurriert, während wir immer schüchterner, unsicherer und skeptischer im Umgang mit "echten" Menschen werden.
Hören wir auf damit!
Es ist wichtig, dass wir uns echter und ehrlicher präsentieren – und wie immer fangen wir als bewusste SWITCH OFF-Abenteurer, kehren wir zuerst vor unserer eigenen Türe. Diesem Mal ganz konkret mit dem Aufräumen unserer Social Accounts.

Was das heißt? LÖSCHEN!
Oder: Sweep it like Swift!


Hast Du miterlebt, was Pop-Ikone und Social-Media-Megastar Taylor Swift nach 🐍-Shitstorms, wilden Spekulationen und abertausenden Hasskommentaren getan hat? Sie hat Tabula rasa gemacht: Alle Social Channels der smarten Blonden waren im August 2017 plötzlich LEER, ein "Blank Space" sozusagen, den sie geschaffen hat, um neu zu starten. Genau wie wir:

  1. Öffne Dein Profil 🤳
  2. Scrolle zurück bis zu Deinem ersten Eintrag 🏁
  3. Lösche ALLES, was DICH so wie Du heute bist, nicht mehr wiederspiegelt 🤦‍♀️
  4. Lass Dich nicht vom falschen Selbstwert ablenken! Ignoriere wieviele Likes, Loves, Wows oder Kommentare der Beitrag hatte. Weg damit, wenn er nicht mehr zu Dir und dem passt, was Du bist, fühlst oder denkst! 👍
  5. Öffne den nächsten Account und verfahre ebenso 😉

Viel Spaß bei Deinem digitalen Herbstputz und dabei,
Dich auch online immer authentischer zu zeigen!

 

Du willst mehr Digital Detox-Tipps von mir? Dann melde Dich hier zu meinen SWITCH OFF-Updates an! Jeden dritten Donnerstag sende ich ganz persönliche Infos von mir und SWITCH OFF und neue Tipps für ein gelassenes Leben online und offline.

Noch mehr Tipps findest Du natürlich in Teil 3. "Back online. SWITCH OFF-Anker gegen die Informationsflut" im Buch ab Seite 264.

 

Monika Schmiderer