SWITCH OFF
und hol Dir Dein Leben zurück

SWITCH OFF - der Blog von Monika Schmiderer

Wie wir der digitalen Stressfalle entkommen und wieder frisch, kreativ und selbstbestimmt leben. Ein Blog, der Spaß macht, informiert und Lust weckt, mal was Neues zu probieren. Come on in ;)

Gestern, morgen und das digitale Dazwischen.

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Gestern, morgen und das digitale Dazwischen.

Wenn Du – so wie ich – schon einmal nach einem Weg zu einem entspannteren, gelasseneren, ja glücklicheren Dasein gesucht hast, dann begegnet auch Dir vermutlich immer wieder Folgendes:

"Lerne im Jetzt zu leben. Nimm den Moment wirklich wahr. Finde Dich im Augenblick."
Ok, verstanden.

Ob im Ratgeber, im Ashram oder im Achtsamkeits-Workshop: Überall sind sich die Berater, Gurus und Coaches darüber einig, dass wir glücklich(er) werden, wenn wir unsere Aufmerksamkeit ins Jetzt und in die Gegenwart bringen.

Und so strapaziert diese Aussagen bereits sind, sie sind wahr:

Das Im-Jetzt-Sein ist das effektive Gegengift gegen die Angst, die unser Leben in der digitalen Stressfalle bestimmt.

Diese Angst lässt uns um 2:30 Uhr aus dem Schlaf aufschrecken – und hält uns wach bis die Sonne aufgeht.
Die Informationsflut aus allen Teilen der Welt und das ständige Vergleichen macht uns matt. Die Sorgen über die Zukunft lassen uns fürchten und zweifeln. Das Grübeln über die Vergangenheit macht uns depressiv und träge.

Doch heute ist es nicht mehr nur das Nachdenken über das Gestern und Morgen, das uns aus der Ruhe im Jetzt vertreibt.

Es ist etwas Größeres, etwas Umspannenderes:

Es ist das Schlaraffenland im "digitalen Dazwischen".
Es ist die Cloud. Der virtuelle Kosmos. Das binäre Paradies, das uns aus dem tatsächlichen Paradies herauslockt, in dem wir in unseren Breiten in Wahrheit leben– und uns in eine Welt der Illusionen zieht.

Diese digitale Scheinwelt ist wie ein Storm, der immer stärker und reißerischer fließt.

Denn je mehr wir uns vor der düsteren Zukunft fürchten, welche die Medien uns präsentieren, desto weiter müssen wir flüchten:

In die scheinbar sicheren und schönen virtuellen Welten, wo wir alles kaufen, alles liken und alles finden können, was wir suchen.

Alles, außer den ersehnten inneren Frieden und die gelassne Ruhe. Sie driften immer weiter hinaus ins offene Wasser des World Wide Web – bis wir uns kaum mehr an sie erinnern können.

Die Flucht ins digitale Dazwischen, die uns vor der verpatzten Vergangenheit und der verheerenden Zukunft bewahrt, ist aber letztendlich ein neuer, noch viel stärkerer Nährboden für unsere Angst.
Belegt ist: Mit unserem kollektiv steigenden Medienkonsum steigt auch die Anzahl der Angst- und Panikerkrankungen in unserer Gesellschaft.

Heute leidet bereits jeder Vierte (!) an einer krankhaften, statistisch erfassten Angststörung. Ein leises, düsteres Gefühl, das wir immer öfter mit uns durch die Stadt tragen, kennen wir fast alle.

Aber Gott sei Dank können wir uns in der Straßenbahn hinter unseren Bildschirmen verstecken, richtig?
So lange, bis wir zuhause sind und uns in Social Media mit unseren Freunden per Kurznachricht austauschen können.

Diese Flucht hinter die Smartphones und Screens ist eine Ablehnung des Jetzt. Und wir betreiben sie als Volkssport:

Bis zu 37 Stunden jede Woche verbarrikadieren wir uns in der Welt Dazwischen.
Dort können wir die Wahrheit nicht mehr wahr-nehmen.

Das Virtuelle erscheint zunehmend wahrer als die Wahrheit die uns umgibt. Das Digitale realer als die Realität.

Und nein, die Cloud in die wir uns vor der echten Welt zurückziehen ist nicht rosa, fluffig und schön!

Sie ist eine stählerne, monoton rauschende, unvorstellbar riesige Maschine mitten in der Wüste. Und so fühlt es sich nach einigen Stunden hier im digitalen Dazwischen auch an: Heiß-kalt. Leer. Leblos.

Wir glauben an Fake-Nachrichten, egal welchen Ursprungs. An Fake-Postings, egal von wem. An Likes und Zustimmung von Fake-Friends.
Und genau in diesen Illusionen liegt die größte Trauer unserer persönlichen Wirklichkeit. Die tatsächliche Einsamkeit unseres Vernetzseins.

Bevor wir also neue Gurus, Propheten oder Führer suchen, die uns bitte "retten" sollten:

Machen wir einen Reality-Check. Springen wir über die Kluft, die das digitale Dazwischen erzeugt.
Werden wir SWITCH OFF-Abenteurer!

SWITCH OFF-AbenteurerInnen, die den Mut haben, aus dem Gestern, aus dem Morgen und aus dem virtuellen Wahnsinn auszusteigen – wann immer sie wollen, so lang sie wollen und mit welchem Ziel sie wollen.

Um sie (wieder wirklich) zu sehen: Die Schönheit. In uns selbst und draußen. Den Menschen. Im Spiegel und den auf der Straße. Und das Gute und Hoffnungsvolle. In unseren Gedanken. In unseren Taten – und dann in der Welt, die uns unmittelbar umgibt.

Ja, wir sind weit mehr als gestresste Konsumente und verängstige Follower. #wearecreators!

Leben wir auch so!

Mit SWITCH OFF.

 

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Danke SWITCH OFF-AbenteurerIn! :)

Monika Schmiderer